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Implantatoberflächentechnologie

Eine Untersuchung der Nanostruktur  der Implantatoberfläche und deren Einfluss auf die Besiedlung mit Fibroblasten und ihre biologische Verträglichkeit.

Zusammenfassung

Systematische Übersichtsartikel deuten darauf hin, dass die Implantatoberfläche eine Schutzfunktion gegen die Ausbildung einer Kapselfibrose ausübt.

Die Eigenschaften von Fibroblasten werden von Mikro- und Nanooberflächenstrukturen beeinflusst.

Nur einige wenige vorhergehende Studien haben die Oberflächenstrukturen von Brustimplantaten und ihre Wechselwirkungen mit dem körpereigenen Gewebe untersucht.

Ziele: Hochauflösende Untersuchung der Oberfläche von kommerziell erhältlichen Brustimplantaten und Beurteilung der Eigenschaften, die bekanntermassen die Adherenz von Fibroblasten beeinflussen.

Methoden: Fünf verschiedene glatte und texturierte Silikonimplantate darunter Mentor Siltex (Mentor Corporation, Santa Barbara, Calif),  Cereform (Cereplas) und Allergan Biocell (Allergan Medical Corporation, Santa Barbara, Calif) wurden mittels Rasterelektronen- und Lichtmikroskop unter hoher Vergrösserung untersucht um ihre jeweiligen Oberflächensturkturen sichtbar zu machen.

Ergebnisse: Die erhaltenen Fotos zeigen bemerkenswerte Oberflächensturkturen. Jede Oberfläche produzierte ein einzigartiges Mikroklima, dass die Fähigkeit besitzt die Zellform und somit die biologische Verträglichkeit zu beeinflussen. Diese Eigenschaften sind auf unseren einzigartigen Fotos mit starker Vergrösserung zu sehen.

Die glatten Oberflächen zeigen eine flache, regelmässige gerippelte Struktur mit 5 μm Abständen, die u.U. die beobachteten, höheren Kaspelfibroseraten erklären kann, während die Biocell- und Siltexoberflächen 100 bis 200 tiefe unregelmässig verteilte Strukturen besitzen, die das Implantat im Brustgewebe verankern und Kaspelfibroserisiko verringern können. Die Resultate zeigen die Implantate aus der Perspektive der Zellen und erklären, wie die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen den Implantationserfolg beeinflussen können.

Schlussfolgerungen: Wir untersuchten gebräuchliche Silikonbrustimplantate und zeigen eine einzigeartige Übersicht über deren Oberflächensturkturen und wie diese hergestellt werden. Wir folgern, dass diese Oberflächen eine Modernisierung benötigen. Unsere Ergebnisse erweitern das Verständnis wie das Zusammenspiel zwischen den körpereigenen Zellen und künstlichen Oberflächen funktioniert und können zur Entwicklung neuer und besserer Implantatoberflächen beitragen.

 

Quelle:


S. Barr, BSc,a E. Hill, PhD,b and A. Bayat PhD, MBBS, MRCSa
aPlastic & Reconstructive Surgery Research, Manchester Interdisciplinary Biocentre,
The University of Manchester, Manchester, United Kingdom; and bManchester
Centre for Mesoscience & Nanotechnology, Information Technology Building,
The University of Manchester, Manchester, United Kingdom