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Implantate und Schnittführung

Brustvergrößerung durch Implantate

Welche Implantate gibt es und wo werden sie implantiert?

Ablauf

Die Planung der Brustvergrößerung erfolgt unter Berücksichtigung der Wünsche der Patientin, der individuellen Beschaffenheit der Haut und Brustdrüse gemeinsam mit dem Arzt und der Patientin. Dabei wird auch darüber entschieden, welche Brustimplantate (Größe, Form, Material) verwendet werden, und in welches Fach sie implantiert werden sollen (d.h. auf dem Brustmuskel, oder ganz oder teilweise darunter).

Ein ausführliches Beratungsgespräch zwischen dem Chirurgen und der Patientin sollte diesen Entscheidungen vorausgehen.

Die Brustvergrößerung wird in Voll- oder Teilnarkose (mit Sedierung) durchgeführt und dauert ungefähr 60-90 Minuten. Normalerweise schlieβt sich eine stationäre Aufnahme für eine Nacht an, um sicher zu stellen, das etwaige Probleme sofort erkannt und behandelt werden können und auch um für optimale Schmerzstillung zu sorgen.

 

Sind Kochsalzimplantate oder Silikongelimplantate für eine Brustvergrößerung besser?

Die meisten Brustvergrößerungen mit den besten Erfolgen werden heutzutage mit Silikongelimplantaten durchgeführt. Manche Patienten sind jedoch durch zweifelhafte Presseberichte über die Ungefährlichkeit von Silikonimplantaten verunsichert. Tatsache ist, dass moderne Silikonimplantate sicher sind und die Brust natürlich aussehen und sich anfühlen lassen. Implantate, die aus mit Kochsalzlösung gefüllten Beuteln bestehen, fühlen sich oft unecht an, können Falten werfen und können, falls während der Herstellung Luftbläschen eingeschlossen wurden, Gluckergeräusche erzeugen.

 

Wo liegt der Schnitt bei einer operativen Brustvergrößerung und kann man später eine Narbe sehen?

Bei der Brustvergrößerung gibt es 3 Standardschnittführungen, die alle sowohl Vorteile, als auch Nachteile besitzen: Schnitt in der Unterbrustfalte (A), am Warzenvorhofrand (B) oder in der Achselhöhle (C). Alle anderen Schnittführungen werden heutzutage sehr selten angewendet.

Schnittführung in der Unterbrustfalte

Der Unterbrustfaltenschnitt gehört zu den beliebtesten Zugängen bei der Brustvergrößerung, da der Schnitt meist im Stehen nicht sichtbar ist und er dem Operateur die beste Übersicht verschafft. Bei kleinen Brüsten oder im Liegen ist es allerdings möglich, dass die Narbe sichtbar ist. Der Chirurg braucht auch etwas Erfahrung um den Schnitt so zu legen, dass er nach dem Einführen der Implantate genau in der Unterbrustfalten zu liegen kommt.

Brustvergrößerung mit Warzenhofschnitt

Der Schnitt am Warzenhof verheilt oft kaum sichtbar und ist deswegen ebenfalls sehr beliebt. Bei der Kombination der Brustvergrößerung mit einer kleinen Bruststraffung nimmt man in der Regel diesen Zugang. Nachteile dieses Schnittes sind eine gegenüber der Unterbrustfalte leicht erhöhte Infektionsgefahr durch die Nähe der Milchgänge, das größerere Risiko einer Beeinträchtigung des Tastgefühls in der Brust und das Risiko einer Beeinträchtigung der Stillfähigkeit. Wenn eine Frau sehr kleine Brustwarzen hat, ist dieser Schnitt nicht möglich.

 

Die Brustvergrößerung mit dem Achselschnitt

Dieser Schnitt bietet zwar den Vorteil, dass er im Stehen und im Liegen nicht sichtbar ist, solange die Arme am Körper liegen, jedoch wird er heutzutage wegen seiner Nachteile nur noch selten durchgeführt. Er gewährt dem Chirurgen nur geringe Übersicht, so dass die Positionierung des Implantates und auch die Blutstillung während der Operation schwierig sind. Ausserdem besteht bei diesem Schnitt durch die vielen Schweissdrüsen in der Achselhöhle eine erhöhte Infektionsgefahr.